In der Provinz Misiones in Argentinien stehen die Jugendlichen der indigenen Gemeinschaft der Mbya-Guaraní vor großen Herausforderungen. Beim Übergang zur weiterführenden Schule drohen viele aus dem Bildungssystem zu fallen, da ihnen geschützte Räume für den interkulturellen Austausch und außerschulische Entfaltung fehlen. Um dieser Zerrissenheit zwischen traditioneller Stammeskultur und neuen Chancen zu begegnen, ist unser neues Vorhaben bereits fest in Planung: In enger Kooperation mit der argentinischen Fundación Hora de Obrar errichten wir ein eigenes Gemeinschaftszentrum in Ruiz de Montoya. Auf einem von der Stadtgemeinde bereitgestellten Grundstück entsteht schrittweise ein Ort der Begegnung – mit modernen Schulungs- und Versammlungsräumen, Büros und Unterkünften. Das Vorhaben ist für das Volk der Mbya-Guaraní geschaffen und bietet ihren Jugendlichen einen sicheren Treffpunkt für außerschulische Bildung und Freizeitgestaltung, um Schulabbrüche nachhaltig zu verhindern. Gleichzeitig dient das Zentrum als Anlaufstelle für lokale Kleinbauernfamilien für Schulungen zu Wiederaufforstung und Agroökologie. Gemeinsam mit erfahrenen Kräften vor Ort legen wir damit das Fundament für ein starkes, selbstbestimmtes Miteinander und eine nachhaltige Zukunft im heimischen Regenwald.
Unsere Arbeit lebt von der Unterstützung engagierter Menschen. Es müssen keine Berge versetzt werden, um Großes zu bewirken – schon ein kleiner Beitrag hilft enorm weiter. Wie weit die Unterstützung geht, liegt ganz im eigenen Ermessen. Denn Großes lässt sich nur erreichen, wenn viele Hände mit anpacken.